31.8.2014 || 04:13:07 CET
links   Links    ||   suche   Suche
Linke Büroswww.youtube.com/user/linkeimep
Linke Büros
Homewww.linke-bueros.de Newsletterwww.linke-bueros.de Kontaktwww.linke-bueros.de Impressum

Themen / [neue linke]

14.09.2008

Alt-Kanzler vergleicht den US-Politiker Barack Obama und Oskar Lafontaine mit Hitler

Pau kritisiert NS-Verhamlosung durch Hitlervergleich

Der Ex-Kanzler der Bonner Altrepublik, Helmut Schmidt, wirbt in einem Interview mit Bild am Sonntag (14.9.2008) für sein neustes Buch "Außer Dienst". Mit Vergleichen wie Barack Obama und Oskar Lafontaine mit "Adolf Nazi" und dem französischen Rechtsaußenpolitiker Le Pen, erwirkt er mediale Aufmerksamkeit.

Linken-Fraktionsvorstandsmitglied Petra Pau kritisierte, dass Schmidt Lafontaine in die Nähe von Adolf Hitler gerückt habe. Es gebe Vergleiche, die für Demokraten schon im Ansatz Tabu sein sollten, weil sie letztlich das NS-Regime verharmlosten und Millionen Opfer verhöhnten, erklärte sie. Gregor Gysi kommentierte Schmidts Äußerungen: "Er ist auch ein charismatischer Redner. Charismatische Redner sollten sich ihre Fähigkeit nicht untereinander vorwerfen und schon gar nicht so unglückliche Vergleiche anstellen."

"Wenn es um Prinzipien der Politik und der Moral geht oder um das eigene Gewissen, dann ist man niemals außer Dienst", so Schmidt mit Verweis auf sein neues Buch. Darin äußert er sich zu zentralen Fragen der Gegenwart, kritisiert die globalen Verwerfungen des Raubtierkapitalismus und appelliert an die Moral der deutschen Eliten. Welchen Leitbildern soll man folgen? Kann man aus der Geschichte lernen?

Gegenüber der Bild am Sonntag sagte er, "ich bin eher ein Mann des Arguments. Aber wir sehen jetzt in Amerika, wie ein junger Mann, Barack Obama, allein mit Charisma zu einer nationalen Figur wird. Dabei darf man nicht vergessen, dass Charisma für sich genommen noch keinen guten Politiker ausmacht. Auch Adolf Nazi war ein charismatischer Redner. Oskar Lafontaine ist es auch." Eine Argumentationslinie für die kommende Bundestagswahlkampf liefert Schmidt gleich mit. Linkspartei und NPD ist eine Soße und ein Problem aus dem armen Osten, eine Gefahr für die Demokratie in der Republik. So warnt er in seinem Buch und gegenüber der Bildzeitung, dass sich Wähler „massenhaft von demokratischen Parteien abwenden“ und auf „populistische Politiker“ hereinfallen. "Nicht allein [auf] die Linkspartei, ebenso [auf] die NPD und ähnliche." Es sei ja "kein Zufall, dass solche Gruppierungen – linke wie rechte – gerade in den Teilen Deutschlands ihre Wahlerfolge feiern, in denen es den Menschen wirtschaftlich nicht so gut geht. Also vor allem in den sechs neuen Bundesländern. (...) Ich sage sechs, weil ich Berlin mitzähle. Berlin ist die Hauptstadt der Arbeitslosigkeit, die Hauptstadt der Hartz-IV-Empfänger...", die Hauptstadt der Linkspartei. "Es ist übrigens kein spezifisch deutsches Problem, obwohl es so scheint. Das finden Sie auch in Holland, Belgien, in Frankreich: rechte Populisten wie Le Pen und Konsorten." Lafontaine und Le Pen seien nach Schmidt vergleichbare Populisten.








Kommentare:

16.09.2008 15:45:29
The Wind of Change - Antisemitismus im Wandel?
Der Antisemitismus scheint ein unverwüstlicher „Evergreen“ in der politischen Giftbox zu sein, und seine miese, misstönende Melodie will einfach nicht verklingen...

Redetext von Dr. Dieter Graumann, 09-11-2006, Frankfurt


Links

Aber inzwischen ist der Antisemitismus auch bei Teilen der Linken gemütlich untergeschlupft und hat dort eine hässliche Heimat und ein recht behagliches Zuhause gefunden. Nicht so direkt, nicht so grobschlächtig wie bei den Rechten. Und bestimmt auch nicht einfach damit gleichzusetzen. Aber doch unverkennbar und viel zu oft. Auch Linke nutzen gelegentlich hasserfüllte Israelkritik, die mit Dämonisierung und Delegitimierung des jüdischen Staates verbunden wird, um faktisch antisemitische Akzente scheinbar politisch korrekt zu transportieren – zumindest auf fahrlässige, jedenfalls verantwortungslose Weise. Bei aller natürlich immer selbstverständlich absolut legitim bleibender Kritik an israelischer Regierungspolitik: Auch auf der politischen Linken gibt es mitunter den Ersatzantisemitismus, der Israel sagt und Juden meint. Die nötige Trennschärfe fehlt dann bisweilen leider allzu offensichtlich. Israel ist inzwischen sogar nahezu der absolute Lieblingsfeind von manchen politischen Linken geworden, sozusagen eine komprimierte, bisweilen sogar fast potenzierte Ausgabe des generellen Feinbildes USA. Das war nicht immer so:

Denn bis in die sechziger Jahre hinein war Israel gerade bei politischen Linken hierzulande sogar ausgesprochen populär. Und während des Sechstagekrieges 1967 organisierte der SDS sogar eine große Solidaritätsdemonstration für Israel – das war einmal und kam nie wieder. Denn mit dem großen militärischen Erfolg, in dem sich der mutmaßliche „David“ zum vermeintlichen „Goliath“ gewandelt hatte, erschien Israel plötzlich als Bastion des verhassten US-Imperialismus. Auch die ideologischen Freund-Feind-Linien mussten schließlich begradigt werden. Argumentiert wurde damals vielfach: „Wenn Springer für Israel ist, dann müssen wir einfach gegen Israel sein.“ Das ging dann ganz schnell. Schon Ende der sechziger Jahre nahmen etwa Joschka Fischer und andere, sie mögen daran heute nicht mehr so schrecklich gerne erinnert werden, an einer PLO-Konferenz in Algier teil, wo die Vernichtung Israels gefordert wurde. Und Ulrike Meinhof etwa rühmte 1972 den Anschlag gegen die israelische Olympiamannschaft sogar ausdrücklich als mutige Heldentat und bezeichnete Mosche Dajan als „jüdischen Himmler“. Ein Muster, das dann immer wiederkehren sollte, bis heute. Aber springen wir doch lieber gleich in die Gegenwart und fragen wir: Wie ist das heute? Leider auch nicht immer so viel besser.

Die Linkspartei etwa, und namentlich ihr Fraktionsvorsitzender Oskar Lafontaine, praktizieren zwanghaft und krankhaft eine konsequente Linie von Feindseligkeit und Hass gegenüber dem jüdischen Staat. Schneidende, boshafte Kritik an Israel wird dort immer wieder mit fast schon freundlicher Fürsorge für das kriminelle Regime in Teheran verbunden. Lafontaine will sogar schon lange nach Teheran reisen. Gute Reise! Er wird sich dort ausgesprochen wohl fühlen: Zu Gast bei Freunden. Aber besonders hinterhältig wird es, wenn Lafontaine perfide den Anschein von Ausgewogenheit einfordert. Die sieht dann so aus: Der Iran möge ruhig Atomwaffen besitzen, solange Israel, besser auch noch die USA, nicht auf solche verzichteten. Eine Argumentation, die verantwortungslos, töricht und bösartig ist, wobei nicht klar ist, was denn davon überwiegt. Oder wenn er scheinheilig fordert, die Hisbollah solle zwar abrüsten, aber Israel müsse das dann gleichgewichtig auch tun. Das ist ein bisschen so, als würde man fordern, die Mafia und Verbrecherbanden in Deutschland sollten schon bitteschön ihre Waffen abgeben, aber doch nur, wenn auch die Polizei sich selbst öffentlich entwaffne.

Bezeichnend aber ist doch: Aus den eigenen Reihen, aus der Linkspartei, wird dem Riesenstaatsmann Lafontaine überhaupt nicht widersprochen. Selbst Gregor Gysi, der sonst doch kein Mikrofon auszulassen pflegt, bleibt stumm. Ja: Das ist noch das gemeine und gemeingefährliche Erbe der SED. Denn: Auferstanden aus den moralischen Ruinen der SED, weiß doch jeder in der PDS und Linkspartei, dass die DDR, der angeblich „bessere“, der „linke“ deutsche Staat, über Jahrzehnte hinweg ein unversöhnlicher Todfeind des jüdischen Staates war und ihn mit allen Mitteln systematisch bekämpft hat. Die allerschlimmsten Terrorgruppen der Welt haben von der DDR über Jahre hinweg moralische, finanzielle, politische und logistische Unterstützung erhalten. Die DDR als kommunistischer Vorzeigestaat war aktiver Komplize von unzähligen Terrormorden. An den Händen der Verantwortlichen der SED klebt das Blut von Tausenden von Terroropfern. Und in der Linkspartei, der Partei der Vorzeigelinken von heute, blitzt diese Tradition eben doch leider immer wieder auf. Altes Gift mit neuem Etikett. Aber: auch ein neues, schickes Etikett verändert ja das Etikettierte nicht. Gift BLEIBT Gift. Und Lafontaine darf also weiter hetzen.

Ein Einzelfall? Schön wär’s.

Was bitteschön war denn bei den diesjährigen Ostermärschen das offizielle Motto? Es hieß: „Hände weg vom Iran“. Das muss man sich genau auf der Zunge zergehen lassen, und schnell bekommt man dabei einen verdammt bitteren Geschmack: Ein Teil der politischen Linken in Deutschland vermittelt an Ostern als zentrale Friedensbotschaft anscheinend die Fürsorge für ein Regime, das seine gesamte Bevölkerung in Geiselhaft hält – alle Frauen sogar systematisch – und das ganz offiziell Israel mit der „Auslöschung“ bedroht. Wenn es nach Gewissen und Moral zuginge in Deutschland, dann hätten überall im Land doch schon längst Grossdemonstrationen gegen den Irren vom Iran, gegen den Hassprediger von Teheran veranstaltet werden MÜSSEN. Leider ist das nicht geschehen. Traurig genug. Aber nicht zu fassen ist: Einige, die sich als die Gralshüter der politischen Linken gerieren, unterstützen, zumindest doch dem Anschein nach, offensiv und plakativ einen fanatischen Faschisten, der den Holocaust unbelehrbar leugnet und die Juden auslöschen will.

Eine böse moralische Verirrung – und jedenfalls ein absolut falsches Motto. Denn dass es eine moralische Verantwortung gibt, für Deutschland und für Deutsche, ja: auch HEUTE noch, hat man dabei ganz vergessen. Fast handelte man dann nach dem Motto: Erst kommt das Vergessen und dann die Moral.

Ein Teil der deutschen Friedensbewegung scheint ja generell oft zu denken: Wir verteidigen den Frieden bis zum letzten Israeli.

In Deutschland hat das alles natürlich auch immer zum Teil eine Entschuldungs-Funktion. Die Verbrechen der Großväter mögen in milderem Licht erscheinen, wenn man die Nachfahren der Opfer als die Verbrecher von heute brandmarken könnte. Gerade deshalb erleben wir doch so oft die Nah-Ost-Obsession hierzulande. Mit keinem Krisengebiet der Welt, auch solchen Gebieten, in denen oft sehr viel mehr Menschen bedroht sind, befasst man sich hier so leidenschaftlich gerne. Lange Jahre konnte man, zugegeben nicht wenig provokativ, sagen: Die Täter passen auf, dass die Opfer nicht rückfällig werden. Heute muss man, differenzierter, sagen: Manche Nachfahren der Täter spielen sich gelegentlich als selbsternannte Bewährungshelfer auf, die meinen, darauf achten zu müssen, dass sich die Nachfahren der Opfer auch möglichst ordentlich benehmen.

Und wann immer dann ausgesprochen bösartige Parallelen zwischen Israelis und Nazis konstruiert werden, nicht selten eben leider gerade auch von deutschen Linken, so muss man kein großer Psychologe sein, um zu verstehen: Hier soll eine Opfer-Täter-Umkehr suggeriert werden. Und ja: DAS jedenfalls ist dann Antisemitismus - was auch sonst?

Und heute erleben wir leider aber auch bei manchen Globalisierungsgegnern, wie sie antisemitische Klischees gelegentlich gedankenlos oder bedenkenlos verwenden. Antisemitische Karikaturen, in ihrer Machart fast direkt dem „Stürmer“ entnommen, sind immer wieder weltweit von Globalisierungsgegnern bei vielen großen, prominenten Demonstrationen präsentiert worden. Mahnende Worte, etwa von Kofi Anan, der sich doch so dezidiert zu den in einem dänischen Provinzblatt erschienen Mohammed-Karikaturen äußerte, sind dazu übrigens niemals vernommen worden. Der französische Philosoph Alain Finkielkraut wirft daher, zu Recht, manchen Globalisierungsgegnern vor, den Antisemitismus nicht nur nicht zu bekämpfen, sondern ihn sogar kühl kalkuliert für ihre Zwecke zu nutzen. Es ist sehr gut, aber auch höchste Zeit, dass der Attac-Vorstand inzwischen seine Mitglieder mahnt, sich von islamistischen Gruppen nicht fahrlässig vereinnahmen zu lassen und antisemitische Klischees zu meiden. Immerhin: Besser spät als gar nicht.

Die Ansätze von linkem Antisemitismus sind inzwischen etabliert und oft fast schon eine schlechte Gewohnheit. Umso wichtiger ist es aber, sie immer wieder zu benennen und ihnen entschlossen entgegenzutreten. Bei den Faschisten ist die Sache natürlich vollkommen aussichtslos, sie sind, was den Judenhass angeht, absolut veränderungsresistent. Bei dem Teil der mitunter infizierten Linken aber lohnen sich Diskussion, ja: auch Provokation und Streit indes sicher noch – hier gibt es immerhin noch Hoffnung.

Christlich

Dass der christliche Antijudaismus über zwei Jahrtausende hinweg praktiziert wurde, wissen wir alle. Unzählige Beispiele gibt es dafür. Im Vatikan, nirgendwo sonst, wurde die Idee eines Ghettos für Juden geboren, ebenso die Idee des gelben Judensterns. Viele Päpste haben gehetzt gegen Juden. Und von Martin Luther kennen wir antisemitische Schmähschriften. Auch in der Nazizeit haben sich die Kirchen dann schändlich verhalten. Haben oft kooperiert, ja kollaboriert mit den Nazis. Und der Papst jener Zeit, Papst Pius der XII., wird immer und muss immer in Erinnerung bleiben als der Papst, der schwieg. Der schwieg angesichts von Massenmorden, von Auschwitz. Und alle apologetischen Versuche, das zu relativieren, werden niemals diese schwere moralische Schuld vermindern können. Daran wird selbst die 1000. Kommission, die eventuell noch zu seiner Entlastung eingesetzt werden mag, auch nichts ändern. Und wenn der Vatikan nun erwägt, ausgerechnet diesen Papst selig zu sprechen, so wäre es sehr gut, wenn man davon absehen könnte. Oder zumindest noch lange, lange weiter prüfte. Denn ein solcher Schritt wäre schmerzvoll für alle Juden.

Das gesagt, ist aber überhaupt nicht zu bestreiten, dass sich das Verhältnis zwischen Juden und Christen in den letzten Jahrzehnten geradezu dramatisch gebessert hat. Christliche Vertreter haben, das ist ohne Weiteres zu würdigen, ganz gewaltige Schritte zur Versöhnung unternommen und sehr viel guten Willen gezeigt. Das wissen wir, das achten wir, das bewundern wir. Papst Johannes XXVIII. hat hier den Weg gewiesen, vorbildlich und bahnbrechend. Und der verstorbene Papst, Johannes Paul II., hat mit Leidenschaft und Gefühl so viele Zeichen gesetzt, die beispielhaft und bewegend waren und immer bleiben werden. Sein Wort, die Juden seien „unsere älteren Brüder“, gesprochen seinerzeit in der Synagoge von Rom, bleibt revolutionär und legendär. Es wärmt unsere Herzen bis heute. Und dass diese Linie auch unter Papst Benedikt XVI. fortgesetzt wird, das ist zu hoffen.

Islamistisch

Heute ist es nun aber der islamistische Antisemitismus, der einen organisierten Vernichtungsfeldzug gegen alle Juden führt. Er nimmt alle in Europa, gerade unter christlichem Einfluss, entwickelten antisemitischen Klischees begierig auf und setzt sie um mit neuem Hass und frischem Feuer. Es ist ein prinzipieller, es ist ein fanatischer, aber es ist auch ein absolut eliminatorischer Antisemitismus.

Denn: Sein Ziel ist ohne jeden Vorbehalt die Vernichtung nicht nur des jüdischen Staates sondern aller Juden auf der Welt. Man mache sich aber bitteschön im Westen nichts vor: Zwar sind Israel und die Juden die Lieblings-Feindbilder der Islamisten. Sie dienen freilich nur als populistische Platzhalter, als bloße Codewörter. Die Wahrheit ist aber:

JEDER modern und in Freiheit lebende Mensch, und ganz besonders jede selbstbestimmt lebende Frau, sind Ziel dieses fanatischen Feuers. Ziel des Islamismus ist die Zerstörung des gesamten westlichen Lebensstils mit all den Werten, die uns so viel bedeuten. Wir ALLE befinden uns daher im Fadenkreuz des islamistischen Feldzuges.

Es geht es eben NICHT um Juden gegen Araber. Die Alternativen der Zukunft heißen vielmehr: Demokratie oder Diktatur, Toleranz oder Fanatismus, Aufklärung oder Mittelalter, Menschenrechte oder Mullah-Kratie, ja: Freiheit oder Islamismus, und: Kämpfen oder Kapitulieren. Die Alternative heißt auch: Wird der Islamismus europäisiert – oder wird Europa islamisiert?

Der islamistische Terrorismus hat unser Leben doch schon jetzt dramatisch verändert: Er hat unseren Alltag verdunkelt und verarmt, unsere Freiheitsräume verengt, unsere Hoffnungen verdüstert und unsere gesamte Lebensqualität verschlechtert. Das ist sein eigentlicher, fataler Erfolg, unter dem wir alle tagtäglich zu leiden haben.

Dabei sind die sich häufenden Beispiele von absolut würdelosen Entschuldigunsritualen und von geradezu erbärmlicher Selbstzensur abschreckend und oft die eigentliche Schande. Sie werden auch als genau das wahrgenommen, was sie doch sind: Als Zeichen von Schwäche, von Prinzipienlosigkeit, von Feigheit, von Selbstaufgabe – und nur als Einladung zur weiteren Einschüchterung. Gerade deshalb sollten sie oft besser unterbleiben.

Die allgegenwärtige Gefahr wird aber gewiss auch nicht geringer, wenn wir sie verleugnen. Das Wegsehen, das Schönreden, das in Europa zu oft dem islamo-faschistischen Regime im Iran, wo Drahtzieher und Paten des Terrors agieren, entgegengebracht werden – das ist eine moralische Bankrotterklärung. „Normale“ Beziehungen - politisch, ökonomisch, sportlich -, diplomatische Höflichkeit – das sind doch gerade die falschen Signale. Falscher geht es doch kaum noch. Richtiger wären: Einfrieren der Beziehungen, internationale Isolierung. Verachtung statt Achtung. Und: Kein Appeasement. Winston Churchill hat dazu gesagt: „Wer Appeasement betreibt, ist wie jemand, der ein Krokodil füttert in der Hoffnung, selbst als letzter gefressen zu werden.“ Der Islamismus ist das monströs terroristische Krokodil von heute. Und ihn weiter zu päppeln und zu streicheln, aus Feigheit, aus Angst, in der Hoffnung, er möge doch zunächst einmal andere fressen – diese Einstellung ist zugleich naiv, töricht und allerdings auch zutiefst unmoralisch.

Freilich: Wir dürfen nicht generalisieren. Unser Interesse muss es sein, die vielen friedfertigen Muslime, und davon gibt es zum Glück sehr viele, zu stärken und ihnen eine wirkliche politische Perspektive bieten, glaubwürdig, in gegenseitigen Respekt. Verzicht auf jede Gewalt und Verzicht auf alle Einschüchterungs-Versuche sind aber dabei unbedingte Voraussetzung für jeden vernünftigen Dialog.

Der Antisemitismus erweist sich wieder einmal, wie schon so oft, als Indikator dafür, wie es um das Ausmaß der Freiheit, oder deren Bedrohung, bestellt ist auf der Welt. Im Moment befindet sich die Anzeige wieder im tiefroten Bereich. Aber das müssen wir nicht einfach hinnehmen wie das Wetter oder den Luftdruck. Denn an uns selbst liegt es doch am Ende, für die Freiheit einzustehen und gegen die Freiheitsfeinde aufzustehen. In der gemütlichen Hängematte werden wir freilich dabei nicht sonderlich erfolgreich sein. Kämpferischer, entschlossener Einsatz für die Freiheit – er ist bitter nötig, aber er lohnt sich doch auch, allemal.

16.09.2008 19:09:15
upps... Kommentarfunktion nicht Buchschreibefunktion... aber mit deiner Kritik bist du bei uns an der richtigen Stelle: www.israel-debatte.de. bak-shalom.de/

06.07.2011 02:43:34
Stands back from the kyeabord in amazement! Thanks!

06.07.2011 14:50:40
dHlHeo nwrwtbhsnaxd

08.07.2011 13:01:29
MVE5Jb crttgsgybafu


Neuen Kommentar schreiben

Name


Email


Text


CaptchaCode Sicherheitscode:





Linke Büros
www.linke-landesgruppe-sachsen.de/index.php?naviID=709