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09.05.2015

Unterstützung des Erzieher*innenstreiks


Fraktion DIE LINKE im Stadtrat zu Leipzig, 7.5.2015

DIE Linke unterstützt die am Freitag, 8. Mai beginnenden Kita-Streiks. Wir fordern eine gesellschaftliche und finanzielle Aufwertung der Arbeit von Erzieher*innen. Dies betrifft nicht nur die Beschäftigten in den kommunalen Einrichtungen, die bestreikt werden.



Die wichtige Arbeit des Betreuungspersonals muss aufgewertet werden. Wir brauchen sowohl eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung als auch eine bessere Bezahlung der wichtigen und engagierten Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher. Eine bessere Eingruppierung der Berufsgruppe ist längst überfällig, entspricht sie derzeit doch dem Niveau der 1990er Jahre. Zudem sind 80 % der ErzieherInnen in Sachsen in Teilzeit beschäftigt, die meisten von ihnen gegen ihren Willen. Auch hier muss es endlich eine Trendwende geben!

Neben der Entlohnung stehen auch die Arbeitsbedingungen im Fokus.
Die Landesregierung hat es mit der Beschlussfassung des Doppelhaushaltes in der vergangenen Woche verpasst, den Betreuungsschlüssel tatsächlich zu verbessern. Gestreckt auf vier Jahre soll das Verhältnis in den Kindergärten von 1:13 auf lediglich 1:12 und in der Krippe von 1:6 auf 1:5 verändert werden. Zudem soll der Betreuungsbereich für Assistenzkräfte geöffnet werden. Neben dem Fachpersonal sollen bis zu 20 % Assistenzkräfte eingesetzt werden können. Der Hintergrund, der in der Einsparung von Kosten liegt, ist durchsichtig. Gleichsam verschlechtert sich damit die minimale Reduzierung des Personalschlüssels wieder, da die Assistenzkräfte angeleitet werden müssen.
DIE LINKE hatte diese Neuregelung scharf kritisiert und zudem eine echte Verbesserung des Betreuungsschlüssels gefordert.

Bei der aktuellen Diskussion um die bessere Entlohnung von ErzieherInnen darf die Situation der Beschäftigten in Einrichtungen in freier Trägerschaft nicht aus dem Blick geraten. Deren Anteil beträgt in Leipzig immerhin zirka 75 %. Oft liegt das Lohnniveau in jenen Einrichtungen noch unter denen in öffentlicher Trägerschaft. Auch hier ist eine adäquate Erstattung der anfallenden Personal- und Sachkosten durch die öffentliche Hand die Voraussetzung für eine angemessene Entlohnung.

DIE LINKE fordert eine schnelle Einigung zugunsten des Personals. So können die Auswirkungen des Betreuungsausfalls für Eltern und Kinder in Grenzen gehalten werden.

 

Bild lizensiert unter einer Creative Commons-Lizenz

Kategorien: Außerparlamentarisch, Kinder- und Jugendpolitik, Landtag, Pressemitteilungen, Stadtrat Bearbeiten

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