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linXXnet Leipzig / [stadt & kiez]

05.11.2015

25 Jahre Jugendhaus e.V.


Interview und Bericht von Lisa Umlauft, für DIE LINKE Mitglied im Stadtbezirksbeirat Leipzig-Süd, Juli 2015

Im Leipziger Süden wächst die Zahl von Kindern und Jugendlichen. Gleichsam wachsen die gesellschaftlichen Heraus- und Anforderungen, die auf die jungen Leute und Familien hereinprasseln. Vor allem der „suedpol" ist ein wahrnehmbarer Akteur und Ansprechpartner vor Ort.



Am 16. Juli 2015 erhielt ich die Gelegenheit, mit Jan und Johanna bei der mobilen Straßenarbeit am Moritzhof dabei zu sein.

Lisa: Ihr seid bereits seit 1990 als Jugendhilfe-Träger im Süden aktiv und feiert dieses Jahr euer 25. Jubiläum. Haben sich eure Tätigkeitsfelder über die Jahre hinweg verändert?

Jan & Johanna: Wir sind, damals wie jetzt, Ansprechpartnerln für die Jugendlichen bei Problemen in der Schule oder Ausbildung, Schwierigkeiten in der Clique, mit den Eltern oder in der Beziehung. Im elterlichen Haushalt sind viele emotionalem Stress ausgesetzt oder es herrscht eine ohnehin problematische Wohnsituation. Die sogenannten Hartz IV Gesetze haben die Wohnsituation der Jugendlichen dramatisch verändert. Es war ein krasser Einschnitt, als das Arbeitsamt den Auszug aus der Kinderstube erst mit 25 Jahren erlaubte. Die stetig steigenden Mietpreise verschärfen die Problematik beim Finden eines geeigneten Wohnraums zusätzlich.

Das betreute Wohnen ist ein allgemein bekannter Begriff. Inwieweit unterscheidet sich euer Wohnprojekt davon? An welche Zielgruppe richtet sich das Wohnprojekt Krähenhütte?

Bei uns, im begleiteten Wohnen, haben die Jugendlichen mehr Freiheiten als im betreuten Wohnen, das heißt mehr Selbstbestimmung und Eigenverantwortung. Das Projekt richtet sich an Jugendliche, die übers Jugendamt einer betreuten Wohngruppe zugeteilt wurden, sich an die Regelhaftigkeit nicht halten konnten und dort schon mal rausgeflogen sind oder eine eigene Wohnung schwer halten können. Zu bestimmten Zeiten gibt es die Möglichkeit unsere Unterstützung in Anspruch zu nehmen. In der Regel geht es darum bei Briefen vom Arbeitsamt Hilfe zu leisten oder die Jugendlichen ins Jobcenter zu begleiten. Besonders beliebt sind die Fahrten, meist zum Paddeln, die wir den Jugendlichen aus unserem Wohnprojekt anbieten. In diesem Jahr wollen wir vielleicht mal an die Ostsee fahren.

Was kann man sich denn eigentlich unter dem Begriff „Streetworker" vorstellen?

Indem wir, wie heute hier am Moritzhof stehen oder das Pausenmobil an Schulen anbieten, kommen wir direkt mit Jugendlichen ins Gespräch. So erfahren wir dann auch von Problemen und können dann unsere Hilfe anbieten.

An welchen Events arbeitet ihr? Und was wird von den Jugendlichen besonders gut angenommen?

Grillen! Ungeachtet der Jahreszeit, ist Grillen ein Dauerbrenner. Aber auch unser jährliches Fußballturnier kommt sehr gut an. Selbstverständlich laufen auch die Vorbereitungen anlässlich des Vereinsjubiläums auf Hochtouren. Johanna und Jan konnten mir sehr gut vermitteln, welche Gebiete ihre Sozialarbeit umfasst, was Streetwork eigentlich bedeutet und wie wichtig das Wohnprojekt Krähenhütte ist.

 

Ich möchte mich bei beiden für das tolle Gespräch bedanken und freue mich über so viel Engagement im Süden Leipzigs.

 

In der LINKEN-Wahlkreis Zeitung vom Sommer 2015 erschien ein Interview mit dem Jugendhaus e.V. Leipzig. Statt der redigierten Version, wurde die Roh-Version veröffentlicht. An dieser Stelle wird nun das korrekte Interview veröffentlicht.

 




Weiterführende Links:
jugendhaus-leipzig.de





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